Weiterbildung bei ritzy*: Eine Person im Vordergrund zeigt eine positive Geste, im Hintergrund steht ein Team – Symbol für Motivation, Führung und Teamstärkung in Zeiten des Personalmangels.

Wie Sie Ihre Teams in Zeiten des Personalmangels motivieren können

Der Fachkräftemangel ist längst kein vorübergehendes Phänomen mehr, sondern Realität in vielen Branchen. Betroffen davon auch die Hotellerie, die Gastronomie und das Tourismusgewerbe. Auch wir bei ritzy* erleben in Gesprächen mit Unternehmen und Teilnehmenden unserer Weiterbildungen immer wieder dieselbe Frage: Wie kann ich mein Team motivieren, wenn die Belastung steigt und neue Mitarbeitende nur schwer zu finden sind?

Vor einigen Monaten begleiteten wir einen Hotelbetrieb im Wallis. Die Buchungszahlen waren hervorragend, doch das Team arbeitete am Limit. Überstunden häuften sich, Krankheitsausfälle nahmen zu, und die Stimmung wurde spürbar angespannter. Die Geschäftsleitung war engagiert – aber ratlos. Mehr Lohn allein schien nicht die Lösung zu sein.

Transparenz schafft Vertrauen

Der Wendepunkt kam mit einer einfachen, aber oft unterschätzten Massnahme: ehrliche Kommunikation. In einem moderierten Workshop wurde die Situation offen angesprochen. Nicht beschönigt, nicht dramatisiert – sondern transparent erklärt. Die Führung zeigte klar auf, welche Herausforderungen bestehen und welche Schritte bereits eingeleitet wurden. Allein diese Offenheit wirkte entlastend. Menschen wollen verstehen, warum Dinge so sind, wie sie sind.

Transparenz bedeutet dabei mehr als reine Information. Es geht um Dialog. Mitarbeitende müssen Fragen stellen dürfen, Sorgen äussern können und erleben, dass ihre Perspektiven ernst genommen werden. Gerade in unsicheren Zeiten stärkt das Vertrauen die Führung – und Vertrauen ist die Grundlage jeder Motivation.

Beteiligung statt Überlastung

Motivation entsteht nicht nur durch Transparenz, sondern vor allem durch das Gefühl von Einfluss. In dem beispielhaft angeführten Unternehmen wurden die Mitarbeitenden aktiv eingebunden: Welche Prozesse kosten unnötig Zeit? Wo können wir vereinfachen? Welche Aufgaben sind wirklich prioritätsrelevant?

Aus dieser gemeinsamen Analyse entstanden konkrete Verbesserungen – kleinere Anpassungen mit grosser Wirkung. Doppelspurigkeiten wurden reduziert, Entscheidungswege verkürzt, administrative Aufgaben teilweise automatisiert. Das Team hatte nicht nur das Gefühl, gehört zu werden, sondern aktiv zur Lösung beizutragen.

Ein weiterer zentraler Punkt war die gezielte Entlastung der Leistungsträger. In Zeiten des Personalmangels neigen Organisationen dazu, ihre stärksten Mitarbeitenden noch stärker zu beanspruchen. Kurzfristig mag das funktionieren, langfristig führt es jedoch zu Erschöpfung oder Abwanderung. Stattdessen wurden Verantwortlichkeiten klarer verteilt und Talente im Team bewusst gefördert. Mitarbeitende, die bisher im Hintergrund arbeiteten, erhielten neue Kompetenzen und wuchsen in ihre Rollen hinein. Motivation entsteht dort, wo Entwicklung möglich ist.

Wertschätzung und Flexibilität als Schlüssel

Nicht zu unterschätzen ist die Anerkennung im Alltag. Und damit ist nicht nur das jährliche Mitarbeitergespräch gemeint. Ein konkretes Dankeschön, Sichtbarkeit für geleistete Arbeit und echtes Interesse am Menschen hinter der Funktion wirken nachhaltiger als jede einmalige Prämie. Gerade in intensiven Phasen brauchen Teams das Gefühl: Unser Einsatz wird gesehen.

Parallel dazu spielten flexible Arbeitsmodelle eine wichtige Rolle. Wo möglich, wurden Arbeitszeiten angepasst, Homeoffice-Regelungen erweitert oder Teilzeitmodelle flexibilisiert. Diese Massnahmen signalisieren Vertrauen und Respekt vor individuellen Lebenssituationen – ein starkes Motivationssignal.

Unsere Erfahrung bei ritzy* zeigt: Motivation in Zeiten des Personalmangels ist keine Frage einzelner Benefits, sondern einer klaren Haltung. Führung bedeutet heute mehr denn je, Orientierung zu geben, Prioritäten zu setzen und psychologische Sicherheit zu schaffen. Teams müssen wissen, worauf es ankommt – und was auch einmal warten darf.

Personalmangel ist eine Herausforderung. Aber er kann auch ein Katalysator sein: für bessere Prozesse, für stärkere Zusammenarbeit und für eine Unternehmenskultur, die nicht auf kurzfristige Lösungen setzt, sondern auf nachhaltige Entwicklung. Wer diese Chance erkennt und konsequent nutzt, wird nicht nur seine Teams motivieren – sondern langfristig als Arbeitgeber in der Hotellerie, Gastronomie und Tourismus attraktiv bleiben.

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